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PRAXIS

Praxisberichte

Rückverfolgbarkeit mit EAN 128-Etiketten

vitfrisch Gemüse-Vertrieb eG

Neckarsulm, Baden-Württemberg
Nahrungs- und Genussmittel
30 Mitarbeiter
Jahresumsatz: EUR 21,5 Mio.

Albrecht Stein, Geschäftsführer:

"Das Pilotprojekt hat das Unternehmen vitfrisch im derzeitigen Wettbewerb der Obst- und Gemüsebranche besser positioniert. Die zu erwartenden Einsparungen und Verbesserungen im gesamten Waren- und Informationsfluss waren sehr überzeugend und machten die Entscheidung für die erforderliche Investition einfach. 25 Prozent Zeitersparnis in der Abwicklung des Wareneingangs sind deutlich. Jetzt können wir ruhig den anstehenden Anforderungen des Marktes gegenüber treten."

Partnerunternehmen:

Projektpartner sind ca. 50 Erzeugerbetriebe

Die Projektpartner

Die 'vitfrisch' Gemüse-Vertrieb eG ist eine anerkannte Erzeugerorganisation für Obst und Gemüse. Sie vermarktet die Produkte von ca. 50 Gärtnereien und landwirtschaftlichen Betrieben aus den Regionen Heilbronn und Stuttgart. Zusätzlich zur eigenen Ware wird in den Wintermonaten Ware europaweit zugekauft. Zu den Kunden zählen neben Großhändlern, der Lebensmitteleinzelhandel inklusive Discounter.

Projektpartner sind die ca. 50 angeschlossenen Vollerwerbs-Gemüsebaubetriebe mit insgesamt knapp 50 ha Gewächshausfläche und 600 ha Freilandfläche.

Die Ziele

vitfrisch möchte eine durchgängige Rückverfolgbarkeit seiner Produkte sicherstellen und will zu diesem Zweck das EAN 128-Etikett bereits bei seinen Erzeugern einsetzen und Steigen mit dem EAN 13 eindeutig identifizieren. Daten können dann mittels EAN 128-Strichcodes auf den Kistenetiketten automatisch erfasst und elektronisch im Warenwirtschaftssystem gespeichert werden.

Das Projekt

Im Rahmen des Projektes ist vorgesehen, die Prozesse im Wareneingang über die Kommissionierung bis zum Warenausgang insofern zu optimieren, dass eine Transparenz der Warenflüsse sichergestellt und wenn möglich manuelle Vorgänge elektronisch unterstützt werden. Geplant ist die Einführung des EAN 128 Transportetikett, ein durchgängiger Einsatz von Artikeletiketten und die Sicherstellung einer lückenlosen Rückverfolgbarkeit. Die Basis dafür stellen sowohl die EU-Verordnung 178/2002 als auch Qualitätsmanagementsysteme wie IFS, Eurep-gap und QS dar.

Angedacht sind folgende Arbeitsschritte:

• Entwurf eines Transportetiketts
• Hinterlegung des EAN 128-Codes im Warenwirtschaftssystem (Artikelstamm) der Genossenschaft
• "Softwaretechnische" Entwicklung einer Druckausgabe für das Etikett
• Einrichtung eines Druckers für das Ausdrucken des Etiketts
• Anschaffung von Handhelds zum Einscannen des Etiketts beim Warenausgang
• Einrichtung und Verknüpfen des Datenflusses in der Warenwirtschaft
• Einrichten einer Auswertemöglichkeit hinsichtlich der Warenströme

Der Nutzen

Durch den Einsatz von Kistenetiketten mit EAN 128-Strichcodes und Scannern, die automatisch jede Warenbewegung dokumentieren, soll das vorhandene, aufwendige manuelle Belegwesen abgelöst werden. Bisher tägliche Inventuren können durch die automatische Bestandsführung stark reduziert werden.

Bei der Wareneingangsabwicklung können zukünftig bis zu 25 Prozent der bisher benötigten Zeit eingespart werden. Die Prozesse im Wareneingang umfassen die physische Warenvereinnahmung, die Bestandsbuchung und Bestandsführung und den Belegfluss bis zur Rechnungsprüfung.

Im Überblick:

• Steigerung der Effizienz durch Automatisierung manueller Prozesse
• Erhebliche Reduzierung des Belegwesen wird erwartet
• Zeitnahe Erfassung der Wareneingänge durch Scannvorgänge und direkter Verbuchung
• Aktuelle Bestandführung, tägliche Zählungen zukünftig nicht mehr erforderlich
• Anforderungen an Rückverfolgbarkeit werden erfüllt
• Verkauf erfolgt auf Basis aktueller Bestände
• Erzeuger drucken erforderliche EAN 128 Etiketten direkt
• Genaue Dokumentation der Warenflüsse auf Basis der Losnummer

Der Zeitrahmen

Das Projekt startete im Juni 2006 und wurde im Oktober 2007 abgeschlossen. (mit einer Pause von sechs Monaten). Effektive Projektlaufzeit: 9 Monate